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ENDERS ROOM

"zen tauri"

Ein Zen-Meister

Johannes Enders gehört zu den Musikern, die Kritiker bisweilen glücklich machen. Denn immer wenn man meint, man würde die Projekte des Weilheimer Saxofonisten kennen, bringt er etwas an, das wieder aus dem Rahmen fällt ...

... So zum Beispiel "zen tauri", die aktuelle akustische Häutung des Klanglabors Enders Room. Unterstützt von Gästen wie Trompeter Micha Acher, den Drummern Billy Hart und John Hollenbeck oder auch dem Saitenfürsten Wolfgang Muthspiel, spielt der Projektleiter mit den Möglichkeiten der Reduktion innerhalb einer Stilsprache, die mal souljazzig entspannt, mal neomodern komplex den Grat zwischen Clubbing und Avantgarde entlang wandert. Dabei ist das "zen" im Titel mehr als nur eine Anspielung, nämlich die intendierte Haltung hinter den zehn Stücken, deren Reiz in der Entwicklung der Klangflächen, der Kontraste von Natursound und Synthetik, von spürbarer Virtusität der Bläser und Schlichtheit etwa der Pianophrasen liegt.

Ein Album, dem man den Forschergeist anhört.

Auszug aus stereoplay.de (10/2010)


 

 

 

So ein Musikerleben hat ja schon einiges zu bieten. Auch wenn es mit knapp, naja rund 28 Jahren im Musikbusiness noch recht frisch am schlagen ist, so kommt bei Johannes Enders doch schon was zusammen. Als Tenorsaxophonist zählt er als Nachwuchskünstler heute zu den Besten seines Faches. Neben seinen Eskapaden im Jazz an der Seite illustrer Größen wie Lee Konitz, Kenny Wheeler, Bobby Hutcherson, Brad Mehldau, Joe Lovano, Wolfgang Muthspiel und anderen, tobt sich Enders in seiner Freizeit in seinem Projekt Enders Room aus. Musik aus dem Labor – Tüfteleien abseits des Jazz – elektronische Musik und analoge Klangakrobatik – ein Hauch von Science-Fiction Nostalgie. „Zen Tauri“ -  im Shuttleflug durchs All.

Verkrochen hat sich Johannes Enders für einige Zeit in seinem Studio in Weilheim. Geschraubt und gehämmert, soundreich veredelt und bunt garniert präsentiert er nun mit „Zen Tauri“ Klangwelten der besonderen Art. Computerbasteleien, Improvisationen und eine Menge Programming – Sounds mischen sich mit Beats und vollenden so eine ganz persönliche musikalische Sprache. Enders Room lässt viel Raum für Ästhetik. Vom Jazz hin zum....... ja, schwierig einen passenden Begriff zu finden. Musik aus Raum und Zeit – eine spannende Melange der Stile. „Zen Tauri“ - sein fünfter großer Wurf.

Johannes Enders ließ seinem Gehirn gefangene Eindrücke entweichen und fasst diese nun in neuen, improvisationsreichen und aufgeweckten Klanggebilden. Tüfteleien aus dem Labor Weilheim. Auf Kollisionskurs mit dem Jazz – hypnotisch, tief entspannt und voller Aufmerksamkeit, beherrscht von elektronischen Stilelementen. „Zen Tauri“ - ein privates Klanguniversum. Veredelt von erstklassigen Musikerkollegen, wie Wolfgang Muthspiel an der Gitarre – u.a. auch als Produzent des gesamten Werkes verantwortlich – Micha Acher an der Trompete, Billy Hart am Schlagzeug, John Hollenbeck am Schlagzeug und Stefan Schreiber an der Bassklarinette.

„Zen Tauri“ - unverwechselbar Enders Room

R. Molz auf www.monstersandcritics.de (10/2010)