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Muthspiel & Muthspiel - mozart loops

Konzert
02.10.2006

Im Bestreben, Konzertrituale aufzubrechen, gehen viele Konzerthäuser erfreulich innovative Wege. Sie treffen dabei auf Interpreten, die neue Formen ausprobieren oder Grenzgänge unternehmen. Für die Philharmonie Essen konzipierte der Jazzposaunist, Pianist, Dirigent und Komponist Christian Muthspiel eine vierteilige Serie durchkomponierter Programme mit dem Titel "Mozart Loops - Musikalische Stellungnahmen zu Mozart". Zwei davon fanden am Wochenende in Konzerten der Camerata Salzburg in der Aula der Salzburger Universität ein erfreulich neugieriges Publikum.

Christian Muthspiel stellte die Programme unter die Themen "Requiem" und "Nachtmusik". Klassiker der Moderne - wie Lutoslawskis Musique funébre, Karl Amadeus Hartmanns Concerto funebre, Toru Takemitsus Requiem für Streichorchester oder Arvo Pärts Cantus in Memory of Benjamin Britten - wurden mit Jazz und Popsongs in Beziehung gesetzt, in deren Texten der Tod in Trauer und Hoffnung oder die Nacht als Ort der Liebe beschrieben sind. Konsequente Verbindung schufen "Loops" aus Motiven Mozarts, in denen das klassische Orchester durch die Jazzgitarre Wolfgang Muthspiels und seine Improvisationen in neue Farben getaucht wurde.

Das Konzept schuf Ohren öffnende Hörräume, die nicht mit dem gängigen Klischee von Crossover spielten, sondern mit einer ganzheitlichen Auffassung von Musik.

Die Camerata Salzburg war stilistisch und konditionell gefordert und erfüllte die Aufgaben mit höchstem Engagement. Wolfgang Muthspiels Gitarrenkommentare entwickelten ein subtiles Eigenleben im Gemeinschaftserlebnis und sicherten die überraschendste Facette in zwei außerordentlichen Konzerten: zum intelligenten Vergnügen und sinnlichen Genuss.

KARL HARB,
Salzburger Nachrichten