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Martin Reiter

ALMA

Im ersten Stück von Martin Reiters neuer CD ALMA spüren wir jene Qualitäten, die ihn als Musiker auszeichnen.
Er ist als Komponist und Bandleader ganz am Klang und der Balance des Ensembles interessiert, und baut aus einer ersten Zelle in vielen sich erweiternden Schritten einen vielstimmigen Kosmos, der in ein wunderbares Solo des Trompeters Matthieu Michel mündet.

Dieser kompositorische Balanceakt, in dem jede Stimme ausgehört und jeder Harmoniewechsel stimmig ist, ist nicht allein durch sein hohes handwerkliches Können nachzuvollziehen. Hier gibt es eine offensichtliche Gabe mit den Farben umzugehen, die jeder Klang erzeugt, eine Liebe zum Kontrapunkt und zur Vielstimmigkeit, und schließlich eine harmonisch reiche Sprache, die er über viele Jahre verfeinert hat.

Die hochkarätig besetzte Band, die auf Alma zu Werk geht, schafft eine dichte und frische Atmosphäre, die teilweise brasilianisch inspirierten Stücke strahlen und tanzen, liebevoll produziert, und klanglich erstklassig aufgenommen. Im vierten Track hören wir dann zum ersten Mal Martin Reiter solo.

Das traumhafte und irgendwo zwischen Ravel und Radiohead angesiedelte Titelstück ALMA bietet dem jungen Pianisten einen spannenden Parcours von Changes, über die er flüssig und kristallin soliert. Das Ganze atmet und kommt gelassen und ausdrucksstark daher, quasi gut in der Sonne gereift. Eine Empfehlung!

Wolfgang Muthspiel